OGG als Alternative zur MP3-Datei

Alle reden immer über MP3s und lassen dabei völlig außer Acht, dass es auch andere Audioformate gibt, die eine deutlich bessere Kompression aufweisen und mit weniger Verlust in der Qualität behaftet sind als der alte MP3-Codec. Ein Kandidat wäre das Containerformat Vorbis.

Ogg Vorbis ist ein relativ neuer Codec und kommt aus dem Hause der Xiph.Org Foundation. Ein großer Unterschied zum Dateiformat MP3 (MPEG-1 Audio Layer 3) ist, dass Vorbis ein patentfreier Codec ist. Vorbis unterstützt bis zu 255 Kanäle und variable Bitraten. Im Gegensatz zur MP3 wird bei Vorbis die Qualität nicht über eine Bitrate festgelegt, sondern es kann zwischen einem Wert von -1 bis 10 die Qualitätsstufe eingestellt werden. Die Qualitätseinstellung 3 entspricht in etwa 128 kbps bei einer MP3-Datei. Es ist ebenfalls möglich zwischen einer variablen oder eine statischen Qualitätseinstellung zu wählen.

Entstanden ist der Codec, als das Fraunhofer Institut im Jahre 1998 verschiedenen Entwicklern von Freeware-Projekten die Nachricht zukommen ließ, dass der Verkauf und die Verteilung von Software die in den MP3-Codec nutzt kostenpflichtig ist und Lizenzgebühren anfallen würden. Der Entwickler Christopher Montgomery entwickelte daraufhin einen Codec, der nicht von den Patenten und Lizenzen betroffen war. Im Jahre 2000 wurde das noch in den Kinderschuhen steckende Projekt das erste mal der Öffentlichkeit präsentiert.

Im Jahre 2002 erschien die Version 1.0 und war somit für den normalen Anwender zu gebrauchen. Unterstützung bekam das Projekt durch die Firma Real Networks, die den Vorbis-Codec in das Helix-Player-Projekt integrierte. Die ersten tragbaren Geräte die Vorbis Unterstützung boten erschienen im Jahre 2003. Jedoch sind gibt es bis heute nur wenige Geräte die OGG abspielen können.

Ähnlich wie die ID3-Tags bei MP3-Dateien bietet Vorbis ebenfalls die Möglichkeit Metainformationen wie Interpret, Erscheinungsjahr oder Genre in der Datei zu speichern. Diese Aufgabe übernimmt Vorbis comment.

Ein Blick auf die Seite der Xiph.Org Foundation lohnt sich auf jeden Fall.

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